Kreisfeuerwehrverband Euskirchen e.V.

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Übergabe von Brandschutzkoffern

Kreis Euskirchen – Der Verband der Feuerwehren in NRW (VdF) und die Provinzial Rheinland Versicherungen haben im Rahmen einer etwa anderthalbstündigen Schulung kürzlich neue Brandschutzkoffer an die elf Feuerwehren im Kreis Euskirchen übergeben. Mit dem neu aufgelegten Koffer zur Brandschutzerziehung erhalten die Wehren ein optimiertes Instrument für die Vermittlung von Brandschutzwissen und für die Sensibilisierung für Brandgefahren.

Wie wichtig das ist, zeigen die Zahlen für den Kreis Euskirchen. 363 Brände mussten die Wehren im vergangenen Jahr bekämpfen, darunter neun Großbrände. Die Zahl der Brandbekämpfungen durch die Einsatzkräfte in den elf Kommunen ist in den letzten Jahren rückläufig. 1995 lag sie noch bei über 500. „Einer der Gründe dafür ist der vorbeugende Brandschutz“, teilte Oliver Geschwind, Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Euskirchen mit und meint damit unter anderem Brandschutzerziehung und -aufklärung, aber auch die Rauchmelderpflicht.

Der Brandschutzkoffer enthält eine Ausstattung, die für den Fall der Fälle vorbereitet: Mit Rauchwarnmelder, Verbrennungsdreieck, Brandschutzhaube, Notruftelefon (einer Art Telefonanlage zum Proben von Notrufen), reichhaltigem Informationsmaterial und vielem mehr sind Brandschutzerzieher für ihre Arbeit in Kindergärten und Schulen umfassend ausgerüstet. „Brandschutzerziehung kann gar nicht früh genug beginnen. Durch den Brandschutzkoffer werden die Kinder realitätsnah über die Wirkungsweise von Feuer aufgeklärt, und sie können zugleich aktiv das richtige Verhalten im Notfall üben“, erklärte Tristan Krieger vom Verband der Feuerwehren in NRW.

„Brandschutz ist ein wichtiges Thema, vor allem für die Zielgruppe Kinder“, sagte Krieger, Referent für Brandschutzerziehung und -aufklärung. Mit den Materialien könne schnell und einfach ein erstes Sicherheitstraining vermittelt werden. Kreisbrandmeister Udo Crespin ergänzte: „Die ausgewählten Inhalte sensibilisieren die Kinder für das Thema Feuer, fördern den Abbau von Ängsten und schärfen ein reflektiertes Selbstbewusstsein.“ Tristan Krieger betonte: „Wir möchten Material und Projekte auf den Weg bringen, die helfen, die Brandschutzerziehung und -aufklärung auf noch professionellere Beine zu stellen, dazu gehört insbesondere auch die Sicherheitserziehung.“ Denn rund 400 Brandtote in Deutschland pro Jahr sind immer noch zu viel.

Kinder, Senioren und Migranten

Doch es sind nicht nur Kinder, die mit dem Brandschutzkoffer angesprochen werden sollen. Auch Senioren sowie Migranten und Flüchtlinge will der Kreisfeuerwehrverband erreichen. Eine Sprachbarriere gibt es nämlich nicht, fast alles wird mit Zeichnungen erklärt. „So verstehen auch Menschen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, was gemeint ist. Außerdem gelingt es so oft, ruhigere Kinder mitzunehmen“, erzählte Oliver Geschwind.

Seit Herbst 2016 übergeben der Verband der Feuerwehren in NRW in Zusammenarbeit mit der Provinzial Rheinland und der Westfälischen Provinzial an jede Kommune in NRW Brandschutzkoffer, um die Brandschutzerziehung vor Ort zu unterstützen. Pro Jahr werden jeweils 100 neue Brandschutzkoffer verteilt. Bis 2019 sollen alle Städte und Gemeinden ausgestattet sein.

In der Vergangenheit hat die Provinzial Rheinland bereits Wärmebildkameras, Hohlstrahlrohre und mobile Rauchverschlüsse an die Feuerwehren in Westfalen übergeben. Die historisch begründete Kooperation zwischen der Provinzial und den Feuerwehren leistet so auch dank gemeinsamer Aktivitäten einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit.

Weitere Informationen zum Thema Brandschutzverhütung liefert die Provinzial Rheinland unter https://www.provinzial.com/content/services/schadenverhuetung/#brandschutz